Kimko

Am FSG wird seit dem Schuljahr 2013/14 das Profilfach Kimko (Kunstprofil intermediale Kommunikation ) entwickelt und umgesetzt. 

Was ist Kimko?

Das Profilfach hat ab Klasse 8 die gleiche Wertigkeit wie die 3. Fremdsprache (am FSG Italienisch, Spanisch oder Französisch) bzw. das Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik). Ästhetisch-kulturelle Bildung wird über alle Fächer hinweg vermittelt, aber im Fach Kimko sollen künstlerisch talentierte und interessierte Schüler*innen in besonderer Weise gefördert und gefordert werden.

Das Profil wird in der Unterstufe einstündig als Profilstunde unterrichtet.

NEU ab 2020: Die Anmeldung hierfür erfolgt für die für G8 in Kl.5 mit der Schulanmeldung und für G9 Ende Kl.5. G8-Schüler*innen haben also die Profilstunde in Kl.5-7, G9-Schüler*innen in Kl.6-8.

Am Ende der 3 Jahre Profilstunde erfolgt die erneute Wahl (statt NWT oder 3. Fremdsprache) zum  4-stündigen Hauptfach (G8 Kl.8-10, G9 Kl. 9-11).

Wie bei einem "normalen" Kunstprofil deckt der Unterrichtsinhalt die Anforderungen für den BK-Pflicht- und Neigungskurs in der Oberstufe ab. Kimko-Schüler*innen haben ab Klasse 8 keinen zusätzlichen Kunstunterricht, können diesen jedoch in Rücksprache mit der BK-Fachlehrerkraft mit ihrer Klasse zusätzlich besuchen.


Was macht man in Kimko?

Der Unterrichtsstoff lässt sich im Wesentlichen in fünf Bereiche unterteilen. Diese Bereiche sind untereinander in Theorie und Praxis verbunden. Die Bereiche sind:

  1. Medien und Kommunikation
  2. Wahrnehmungspsychologie, Persönlichkeitsbildung 
  3. Kunst
  4. Theater
  5. Tanz und Bewegung

In jedem Jahr decken unterschiedliche Projekte einen oder mehrere der inhaltlichen Bereiche ab. Das klassische „Malen“ oder „Zeichnen“ ist auch darunter, bildet jedoch nur einen von weiteren, gleichwertig behandelten Bereichen. Das Zeichnen begleitet die Schüler*innen jedoch über alle Schuljahre hinweg auch in Form von Planungs- und Ideenskizzen oder Skizzenheften.

Wir versuchen, den Jugendlichen im Umgang mit Medien nicht nur technische Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch, ihnen in diesem Bereich Grenzen und Gefahren der digitalen Welt aufzuzeigen und sie zu kritischen, verantwortungsbewussten Mitgliedern der digitalen Gesellschaft zu erziehen. Die Medienbildung beruht dabei auf einer ethischen Wertemoral, die notweniger Gegenstand des Lernens ist.

Auch in bildender Kunst, beim Theater, bei Tanz und Film führen die fortschreitenden Technologien zu neuen Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Neue Wege intermedialer Zusammenarbeit entstehen, die auch wir im Rahmen unserer Möglichkeiten erforschen möchten.

Die Belegung des Kimko-Profils führt die Schüler*innen über gestalterische Aufgabenstellungen an die Zusammenhänge der Kommunikation und zeitgemäßer Interaktion zwischen Mensch, Medien und Technik heran. Die Wahl dieses Schwerpunkts ergibt im Stundenplan nicht nur 4 Stunden Zeit für Kreativität, sondern ermöglicht auch Einblicke in ein weites Berufsfeld gestalterischer Berufe, wie z.B. Mediengestaltung, aber auch Bereiche des Kulturmanagements sowie der Kreativwirtschaft z.B. des Designs. Darüber hinaus werden Grundlagen vermittelt, die für alle Berufe, deren Arbeitsformen Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Projektplanungs- und Team-Fähigkeit, Sicherheit und Kenntnisse im Umgang mit Internet & Medien voraussetzen, erforderlich sind.

 

 

 

Schulcurriculum des Kimko-Profils

 

  • Körperwahrnehmung (Selbst- und Raumwahrnehmung)
  • Kommunikation zwischen technischen Geräten, Natur und Lebewesen
  • Mediengrundkenntnisse (Bildbearbeitung, digitale Fotografie, Film, Internet, Netzwerke)
  • Figur und Spiel
  • Darstellendes Spiel
  • Kunstgeschichte
  • Fachliche Herangehensweise an die Untersuchung von Bildern
  • Kommunikationsmedien
  • Bildwahrnehmung und Manipulation
  • Erweiterung der Medienkenntnisse 
  • Nutzung unterschiedlicher Medienarten als Arbeitsmittel und Informationsquelle
  • Einfache szenische Verfahren
  • Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie (Selbstwahrnehmung, Identität und Rolle)
  •  Soziale Kommunikation und Interaktion
  •  Filmpraxis, Filmtheorie
  •  einfache 3D – Anwendungen
  •  Szenische Verfahren, Improvisation, Performance
  •  Bühnenbild, Requisit und Kostüm
  •  Lichtführung, Geräusch und Musik

Theoretische Inhalte und schriftliche Auseinandersetzungen mit künstlerischen Arbeiten der genannten Bereiche führen in Klassenarbeiten und gleichwertigen schriftlichen Arbeitsproben zu weiteren Noten.

Kimko wird von Kunsterzieher*innen mit Beifach Intermediales Gestalten unterrichtet, momentan Anja Abele (Abl), Nehle Bertsch (Be), Konstanze Roth (Rot), Nicola Höllwarth (Hll), Judith Müller (Jml).

Weitere Informationen zu Kimko finden sich auf unserem Blog unter:

www.kimkobloggt.wordpress.com

Wie arbeitet man in Kimko?

In Kimko sind künstlerische Gestaltungsideen Grundlage der vielfältigen Lernbereiche. Gestalterische Aufgaben bilden den Ausgangspunkt für einen anwendungsorientierten, kreativen Unterricht, in dem das Ausprobieren theatraler Darstellungsmöglichkeiten und künstlerischer Gesltaltungsweisen genauso wichtig sind, wie das Erlernen medienrelevanter Grundkenntnisse und der nötigen Software- und Technikkenntnisse.

Mit den höheren Klassenstufen steigt die Komplexität der prozess- und handlungsorienterten Projekte, in denen gelehrt und gelernt wird. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen individualisiert nach ihren Fähigkeiten und Kompetenzen sowie ihrer Persönlichkeit geeignete Aufgaben und entwickeln in Kleingruppen Projekte innerhalb der jeweiligen Themenstellungen. Es kommen nun auch Aufgaben z.B. im Bereich Projekt- und Veranstaltungsorganisation/ Koordination/ Konzeption/ bei Bedarf Finanzierung /technische Leitung/ Bühnen- und Rahmengestaltung / Öffentlichkeitsarbeit/ Dokumentation/mediale Publikation hinzu.



Wie werden die in Kimko Noten gemacht?

Kimko ist als 4-stündiges Kernfach versetzungsrelevant. Wie die anderen Hauptfächer schreiben wir 2 Klassenarbeiten pro Halbjahr sowieso weitere Schriftproben (wie Blogartikel oder Projekttagebücher), die 40% der Gesamtnote ergeben. Weitere 40% ergeben die praktischen Arbeitsergebnisse bzw. Projektmappen (vergleichbar zum Kunstunterricht oder NwT), die übrigen 20% ergeben sich aus einer Unterrichtsnote (z.B. Kurzreferate, Hausaufgaben, Unterrichtsbeteiligung).

Bilder aus den letzten Projekten

 
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