Kimko

Am FSG wird seit dem Schuljahr 2013/14 das Profilfach Kimko (Kunstprofil intermediale Kommunikation ) entwickelt und umgesetzt. Seit dem Schuljahr 2014/15 kann man das Profil ab der 5. Klasse wählen.

Was ist Kimko?

Das Profilfach hat ab Klasse 8 die gleiche Wertigkeit wie die 3. Fremdsprache (am FSG Italienisch, Spanisch oder Französisch) bzw. das Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik). Ästhetisch-kulturelle Bildung wird über alle Fächer hinweg vermittelt, aber im Fach Kimko sollen künstlerisch talentierte und interessierte Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise gefördert und gefordert werden.

Das Profil wird in der Unterstufe einstündig als Profilstunde unterrichtet. Die Anmeldung hierfür erfolgt für die fünften Klassen mit der Schulanmeldung.

Schüler der jetzigen Klassen 6 und 7 melden sich am Anfang des Schuljahres verbindlich zur Teilnahme an der Profilstunde an, wenn sie in die erste Kimko- Profil-Unterrichtsstunde kommen. In G9 findet die Profilstunde statt in Kl.7 im Jahr 8 statt.

Am Ende der Klasse 7 erfolgt mit der Profilwahl die endgültige Festlegung für Klasse 8-10. Ab Klasse 8 wird Kimko dann 4-stündiges Hauptfach.

Wie bei einem "normalen" Kunstprofil deckt der Unterrichtsinhalt die Anforderungen für den BK-Pflicht- und Neigungskurs in der Oberstufe ab. Kimko-Schüler haben ab Klasse 8 keinen zusätzlichen Kunstunterricht.


Was macht man in Kimko?

Der Unterrichtsstoff lässt sich im Wesentlichen in fünf Bereiche unterteilen. Diese Bereiche sind untereinander in Theorie und Praxis verbunden. Die Bereiche sind:

1. Medien und Kommunikation

2. Wahrnehmungspsychologie, Persönlichkeitsbildung

3. Kunst

4. Theater

5. Tanz und Bewegung

Wie arbeitet man in Kimko?

In Kimko sind künstlerische Gestaltungsideen Grundlage der vielfältigen Lernbereiche. Gestalterische Aufgaben bilden den Ausgangspunkt für einen anwendungsorientierten, kreativen Unterricht, in dem das Ausprobieren theatraler Darstellungsmöglichkeiten und künstlerischer Gesltaltungsweisen genauso wichtig sind, wie das Erlernen medienrelevanter Grundkenntnisse und der nötigen Software- und Technikkenntnisse.

Mit den höheren Klassenstufen steigt die Komplexität der prozess- und handlungsorienterten Projekte, in denen gelehrt und gelernt wird. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen individualisiert nach ihren Fähigkeiten und Kompetenzen sowie ihrer Persönlichkeit geeignete Aufgaben und entwickeln in Kleingruppen Projekte innerhalb der jeweiligen Themenstellungen. Es kommen nun auch Aufgaben z.B. im Bereich Projekt- und Veranstaltungsorganisation/ Koordination/ Konzeption/ bei Bedarf Finanzierung /technische Leitung/ Bühnen- und Rahmengestaltung / Öffentlichkeitsarbeit/ Dokumentation/mediale Publikation hinzu.


Was sind Schwerpunkte im Fach Kimko ?

"Neben den traditionellen Kulturtechniken werden Fähigkeiten und Fertigkeiten im praktischen Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikations-Technologien immer wichtiger und avancieren damit zu einer neuen Kulturtechnik. Sie lösen nicht nur räumliche und zeitliche Beschränkungen auf, sondern verändern damit auch die situativen Bedingungen, unter denen Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. In zunehmendem Maße rücken daher auch Fertigkeiten und Fähigkeiten zu netzbasierter Kommunikation und Kooperation ins Zentrum, eine Entwicklung, der sich die Schulen ebenfalls stellen müssen."[1]

Das bedeutet, dass den Jugendlichen im Umgang mit Medien nicht nur technische Fähigkeiten vermittelt werden müssen, sondern dass es genauso dazu gehören muss, ihnen auch in diesem Bereich Grenzen und Gefahren der digitalen Welt aufzuzeigen und sie zu kritischen, verantwortungsbewussten Mitgliedern der digitalen Gesellschaft zu erziehen.

Auch in bildender Kunst, beim Theater, bei Tanz und Film führen die fortschreitenden Technologien zu neuen Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Neue Wege intermedialer Zusammenarbeit entstehen. Zu zeitgemäßer vertiefter ästhetisch-kultureller Bildung gehört der Bereich der Medienbildung, die Medienbildung beruht dabei auf einer ethischen Wertemoral, die notwenig Gegenstand des Lernens ist.

Die Belegung des Profilfachs Kimko führt die Schüler über gestalterische Aufgabenstellungen an die Zusammenhänge der Kommunikation und zeitgemäßen Interaktion zwischen Mensch, Medien und Technik heran. Die Wahl für Kimko ermöglicht daher Einblicke in ein weites Berufsfeld gestalterischer Berufe wie z.B. Mediengestaltung, aber auch Bereiche des Kulturmanagements sowie der Kreativwirtschaft. Darüber hinaus werden Grundlagen vermittelt, die für alle Berufe, deren Arbeitsformen Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Projektplanungs- und Team-Fähigkeit, Sicherheit und Kenntnisse im Umgang mit Internet & Medien voraussetzen, erforderlich sind.

[1] Prof. Dr. Heinz Mandl, Dr. Gabi Reimann-Rothmeier, Dr.Cornelia Gräsel: Expertise Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse, BLK, Bonn, 1998, S.9

Wie werden die in Kimko Noten gemacht?

Kimko ist als 4-stündiges Kernfach versetzungsrelevant. Wie die anderen Hauptfächer schreiben wir 2 Klassenarbeiten pro Halbjahr, die 40% der Gesamtnote ergeben. Weitere 40% ergeben die praktischen Arbeitsergebnisse bzw. Projektmappen (vergleichbar zum Kunstunterricht oder NwT), die übrigen 20% ergeben sich aus einer Unterrichtsnote (z.B. Kurzreferate, Hausaufgaben, Unterrichtsbeteiligung).

Bilder aus den letzten Projekten

 
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